Heute ist Weiberfastnacht – ein Tag voller Lebensfreude, Ausgelassenheit und dem spielerischen Brechen von Regeln.
Gleichzeitig gedenken wir Abraham Lincoln, einem Mann, der für Freiheit, Unabhängigkeit und die Überwindung von Unterdrückung stand. Auf den ersten Blick könnten diese beiden Ereignisse kaum unterschiedlicher wirken: das eine bunt, fröhlich, fast ausgelassen; das andere ernst, historisch, weltverändernd. Doch genau in dieser Kombination liegt eine tiefe Botschaft für den Dualseelenprozess.
Im Dualseelenprozess begegnen wir oft der Spannung zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit. Wir sehnen uns nach Nähe, nach der Verbindung zu unserer Dualseele, und gleichzeitig spüren wir den Ruf, uns selbst zu erkennen, eigenständig zu werden und unsere eigene innere Freiheit zu leben.
So wie Lincoln für die Freiheit eines ganzen Landes kämpfte, sind wir aufgerufen, auch unsere persönliche Freiheit – emotional, mental und spirituell – zu erobern. Und ähnlich wie an Weiberfastnacht alte Strukturen spielerisch in Frage gestellt werden, dürfen wir im Dualseelenprozess alte Abhängigkeiten und Muster erkennen, loslassen und mit Leichtigkeit transformieren.
Die Botschaft ist klar: wahre Verbindung entsteht nur durch Freiheit, und nur wer seine Unabhängigkeit lebt, kann sich wirklich auf eine tiefe, bedingungslose Dualseelenverbindung einlassen. Heute, zwischen bunten Masken und historischem Gedenken, dürfen wir feiern, reflektieren und uns fragen: Bin ich noch abhängig von Erwartungen, Mustern oder Ängsten – oder lebe ich meine innere Unabhängigkeit?

