Dunkelnächte und Maria Empfängnis
Die Dunkelnächte/Sperrnächte, die am 8. Dezember beginnen, leiten eine ganz besondere Zeitqualität ein.
Dieser Tag ist zugleich der Feiertag der Maria Empfängnis – ein Fest, das in der christlichen Tradition die unbefleckte Empfängnis Mariens feiert, also den Moment, in dem Maria selbst empfangen wurde.
Es erinnert daran, dass Reinheit, Neubeginn und göttliches Licht schon vor der Geburt Jesu ihren Anfang nahmen.
Ein stilles Fest, das uns daran erinnert, dass auch in uns ein Funke liegt, der immer wieder neu geboren werden will.
Mit den Sperrnächten beginnt in alten Bräuchen eine Phase, in der das Licht symbolisch wie ein Speer durch die Dunkelheit dringt.
Diese Nächte gelten als Vorboten der Rauhnächte – jener mystischen, kraftvollen Zeit „zwischen den Jahren“, in der wir Altes loslassen und das Neue einladen. Es ist ein der Zeit das Alte Jahr zu reflektieren , sich zu sortieren.
Man sagt, die Schleier beginnen sich bereits jetzt zu lüften, und wir spüren deutlicher, was uns stärkt und was wir gehen lassen dürfen.
Zusammenfassung :
Sperrnächte:
Datum: 8. Dezember ( Maria Empfängnis)– 20. Dezember ( Neumond Schütze)
Bedeutung: Eine Zeit der Besinnung, Achtsamkeit und Innenschau, dass Alte Jahr bewusst verabschieden und reflektieren
Rauhnächte (christliche/neuzeitliche Tradition):
Datum: 24. Dezember (Heiligabend) – 6. Januar (Dreikönigstag)
Bedeutung: Zeit der des Loslassens des alten Jahres der Vorbereitung auf das neue Jahr. Häuser werden geräuchert, Wünsche aufgeschrieben, Visionen entwickelt. Jede Nacht steht symbolisch für einen Monat im kommenden Jahr.
Keltische Rauhnächte:
Datum: ab der Wintersonnenwende (ca. 21./22. Dezember)
Bedeutung: Beginn eines neuen Zyklus im Jahreslauf. Die dunkelste Zeit des Jahres wird für Innenschau, Rituale und Neuausrichtung genutzt.
Diese magische Zeit zwischen den Jahren lädt dazu ein, alte Energien loszulassen, Dankbarkeit zu üben und bewusst Platz für Neues zu schaffen.
Für mich persönlich ist dies eine Zeit des Rückzugs und der inneren Einkehr.
Ich spüre den Wunsch nach Stille, nach Durchatmen, nach Sammeln.
Darum wird es hier in den kommenden Tagen etwas ruhiger.
Ich schenke mir bewusst Momente, in denen ich lausche – auf mein Herz, auf die Zeichen dieser besonderen Nächte, auf das, was sich im Inneren bewegt.
Ich wünsche euch eine wundervolle, lichtvolle und segensreiche Zeit, getragen von Ruhe, Vertrauen und Wärme.
Möge das Licht der Speernächte euch führen und behüten. 

