ist Liebe eine Sünde?

 Wenn man Liebe als echtes, reines Gefühl versteht

 Dann ist Liebe an sich niemals Sünde.
Liebe — im Sinn von Mitgefühl, Zuneigung, Respekt und Aufrichtigkeit — gilt in fast allen Religionen und Weltanschauungen als etwas Heiliges, Reines und Gutes.
Echte Liebe ist also Ausdruck von etwas Göttlichem oder zutiefst Menschlichem.
⚖️ Wann Liebe als „Sünde“ gesehen wird
Nicht die Liebe selbst, sondern ihre Umstände oder ihr Ausdruck können von Religionen oder Gesellschaften als Sünde oder moralischer Verstoß bewertet werden.
„Kann denn Liebe Sünde sein?“, diese Zeilen haben Zarah Leander berühmt gemacht 🎙️
🕯️ Hintergrund:
Das Lied wurde in einer schwierigen Zeiten in Deutschland veröffentlicht
Trotzdem (oder gerade deswegen) es wurde zu einem Zeitlosen Lied über die Macht und Unschuld der Liebe.
Zarah Leanders tiefe, eindringliche Stimme machte es zu einer Hymne für alle, die ihre Liebe gegen gesellschaftliche Moral verteidigen mussten.
„Kann denn Liebe Sünde sein?
Denk doch nur an dich und mich.
Wenn du mir in die Augen siehst,
Sag, was kann denn da noch Sünde sein?“
Die Sünde ist die Strafe an sich schon- so heisst es im Film die Hütte. Demnach gibt es keine Strafe.
Spüre selbst in dich hinein was es mit dir macht und was deine Wahrheit ist.
Eine Sünde ist – einfach gesagt – ein Verstoß gegen ein moralisches oder göttliches Gesetz
Je nach religiösem oder philosophischem Kontext kann das aber sehr unterschiedlich verstanden werden:
🕊️ Im Christentum
Sünde bedeutet, dass der Mensch bewusst oder unbewusst gegen den Willen Gottes handelt.
Sie trennt den Menschen von Gott und der Liebe, die ihn eigentlich tragen soll.
Es gibt verschiedene Arten:
Erbsünde: Die Erbsünde ist in der christlichen Theologie die Vorstellung, dass alle Menschen durch den Sündenfall von Adam und Eva eine angeborene Neigung zum Bösen haben. Sie gilt als Grund für die menschliche Unvollkommenheit und die Notwendigkeit der Erlösung durch Gott.
🕉️ In anderen Religionen
Im Hinduismus oder Buddhismus spricht man nicht so sehr von „Sünde“, sondern von negativem Karma – also Handlungen, die Leid verursachen und das spirituelle Wachstum behindern.
Hier liegt der Fokus weniger auf „Schuld“, sondern auf den Folgen des Handelns.
„Sünde“ kann man auch als moralisches Fehlverhalten verstehen – also Handlungen, die anderen oder sich selbst schaden, auch ohne religiösen Bezug.
Zum Beispiel: Lügen, Verrat, Egoismus oder Gewalt.
Ich weiß, die Worte sind alle ein wenig provokant, doch sie regen auch zum Nachdenken an. Alles wirklich alles folgt einem göttlichen Plan. Wir entscheiden zu jedem Zeitpunkt in unserem Leben, ob wir Opfer oder Schöpfer sind. Ob wir jeden Tag aufs Neue immer wieder sündigen, indem wir uns im Außen durch Süchte ablenken – sei es Social Media, Sex, Essen, Rauchen oder Ähnliches – oder ob wir bereit sind, uns wirklich zu fühlen. Denn in uns liegt die Liebe und der Zugang zum Göttlichen.
Veröffentlicht in Impulse.

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