Er fühlt sich nicht gut genug – und du fühlst dich nicht wertvoll genug. Dadurch habt ihr beide ein Thema mit eurem Selbstwert und seid nicht in einer bedingungslosen Selbstliebe.
Auf vielen Seiten werden die beiden Anteile dieser Verbindung als „Herzmensch“ und „Kopfmensch“ bezeichnet oder “ Gefühlsklärer“ und „Loslasser“. Doch in Wahrheit seid ihr eine Seele in zwei Körpern, was bedeutet, dass ihr immer beides seid.
Was heißt das nun?
Es bedeutet, dass ihr zu Beginn eurer Verbindung in einem völligen Ungleichgewicht eurer Energien seid. Stellt es euch wie eine Wippe vor: Er reagiert komplett mit dem rationalen Verstand, während du völlig emotional bist. Im Laufe des Prozesses kippt das, bis es dann quasi irgendwann mal eingependelt ist und ihr auf einer Ebene steht.
Sein Verstand ist quasi am Anfang wie „zementiert“ – er hat keinen Zugang zu seinem Herzen und damit auch nicht zu seinem höheren Selbst. Dadurch fehlt ihm auch das Selbstvertrauen. Er glaubt, nicht gut genug zu sein, und braucht ständig Bestätigung von außen, um sich wertvoll zu fühlen.
Nur in lichten Momenten spürt er für einen kurzen Augenblick, was da zwischen euch ist – und dann wird sofort wieder eine Schicht Zement darübergelegt, um nur ja nicht fühlen zu müssen.
Viele von euch denken jetzt sicher:
„Aber ich zeige ihm doch immer wieder, wie toll er ist!“ – doch das kommt bei ihm nicht an. Denn sein Fokus liegt auf dem Negativen.
In lichten Momenten fühlt er die Verbindung – und dann kommen die Zweifel. Dann redet er sich alles wieder aus. Gedanken wie: „Das kann doch gar nicht sein…“, „Sie bleibt eh nicht bei mir…“, „Für sie kommt bestimmt jemand Besseres…“ machen sich breit.
Vielleicht hast du irgendwann etwas gesagt oder getan, das ihn verletzt hat – und das spult er immer wieder in seinem Kopf ab.
Und nun drehen wir den Spieß mal um, liebe Ladies:
Auch du bist im Verstand!!!
Ist es nicht so, dass du ständig mit deinen Freundinnen über ihn sprichst?
Ist es nicht so, dass du dir Karten legen lässt?
Ist es nicht so, dass du die Welt nicht mehr verstehst, weil er mit einer anderen zusammen ist oder seine Frau nicht verlässt?
Auch das ist ein Ausdruck von Kontrolle – also vom Verstand.
Ihr beide dürft lernen, ins tiefe Fühlen zu kommen. Euch euren Ängsten stellen, ins Vertrauen gehen – und in euch selbst erkennen, dass ihr bereits vollständig, einzigartig und wunderschön seid.
Selbstliebe bedeutet, das eigene Wesen in seiner Gesamtheit zu lieben, zu ehren, zu achten und zu schätzen.
Dazu ein paar wundervolle Worte von Charlie Chaplin:
Als ich mich selbst zu lieben begann, fand ich heraus, dass Angst und seelisches Leiden nur warnende Zeichen sind, nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentisch Sein.
Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden kränken kann, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrängen, wohl wissend, dass die Zeit nicht reif und der Mensch nicht bereit war, und obwohl ich selbst dieser Mensch war. Heute nenne ich das Respekt. Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen. Heute nenne ich das Reife.
Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, dass ich mich ausnahmslos immer zur rechten Zeit am rechten Platz befinde und dass alles im genau richtigen Augenblick geschieht. So kam ich zur Ruhe. Heute nenne ich das Selbstvertrauen.
Als ich mich selbst zu lieben begann, ließ ich es sein, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und hörte auf, großartige Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute tue ich nur, was mich froh und glücklich macht, Dinge, die ich wirklich gern tue und die mein Herz erfreuen, auf meine Art und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das Einfachheit.
Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, was mich runterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Einstellung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.
Als ich mich selbst zu lieben begann, ließ ich es sein, immer im Recht sein zu wollen, und seitdem war ich seltener im Unrecht. Heute habe ich entdeckt, dass das Bescheidenheit ist.
Als ich mich selbst zu lieben begann, weigerte ich mich, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für den Augenblick, in dem ALLES geschieht. Heute lebe ich jeden Tag einen nach dem anderen und nenne es Erfüllung.
Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mein Denken eine Last sein und mich krank machen kann. Doch als ich es mit dem Herzen verband, wurde mein Verstand ein wichtiger Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit. Wir müssen uns nicht mehr fürchten vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder Problemen, sei es mit uns selbst oder anderen. Selbst Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenstoß werden neue Welten geboren. Heute weiß ich – Das ist Leben!
In tiefer Liebe und Dankbarkeit🌹
