Autoren-Archiv: Jessica Jennifer
point of no return
„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“
– Johann Wolfgang von Goethe
Es wird mal wieder Zeit für einen Freiraum in der Stille, sodass Neues entstehen kann.
Das heißt: Hier wird es erneut für eine unbestimmte Zeit still.
Gingo biloba
Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.
Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?
Solche Frage zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn:
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich Eins und doppelt bin?
von Johann Wolfgang von Goethe (1815)
Es wird mal wieder Zeit für einen freien Raum, um Raum für Neues zu schaffen
Das heißt, es wird mal wieder eine Zeitlang still hier drin, damit Neues entstehen kann und ich in meiner metime Zeit voll und ganz in mir selbst aufblühen kann.
Unverblümte Story diesmal gnadenlos ehrlich und radikal offen.
„the point of no return“ist nun erreicht. Kurzer Reminder aus meinen unverblümten Stories zuvor… Seit 2018 hänge ich mittlerweile in diesem tiefen Prozess der allumfassenden Transformation fest. Davon zwei Jahre völlig unbewusst, nur weil wir uns ein Herz auf einer Singleseite gesendet haben, und da ging es in meinem Leben schon richtig rund. Ängste kamen hoch, und an meiner Arbeit wurde es höchst kurios: Ich landete in einer Rehamaßnahme und ein Jahr später in der psychosomatischen Klinik mit Blick auf die Arbeitsstelle meiner Dualseele. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich jedoch noch nichts. Ich war völlig rational, alles musste wissenschaftlich erklärbar sein.
Einige Wochen später habe ich just for fun die Bücher „Bestellung beim Universum“ und „Das Geheimnis des Herzmagneten“ gelesen. Am 22.7.2020 (Gedenktag von Maria Magdalena) saß ich auf einer Bank, schaute über einen kleinen See und bestellte entweder „den Mann fürs Leben, der für mich bestimmt ist“ oder „den, der zu mir passt“ , den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, da es auf die Herzensintention ankommt, den das Herz funkt klarer, als es der Verstand je könnte. Am selben Abend meldete er sich noch auf der Single-Seite, auf der ich gerade war, und meinte, er habe den Abend die Eingebung gehabt, sich dort zu melden. Da sagte ich zu ihm: „Du bist meine Bestellung beim Universum.“ Ich ahnte ja nicht… Es fühlte sich wie Ankommen an, von Anfang an gab es eine Tiefe, die ich zu keinem anderen Menschen vorher so empfunden habe. Die Schmetterlinge blieben aus, doch da war etwas Größeres: eine Vertrautheit, eine Verbindung – er ist wie ich in männlich
Diese Hochphase hielt etwa zwei Wochen, dann knallte und schepperte es: Am 8.8.2020 (Höchstenergie des Löwensportals) beide hatten wir einen Tunnelblick und haben von der Umgebung nichts mitbekamen. Er war mit Freunden unterwegs, ich auf einer Geburtstagsparty meiner damals besten Freundin.
Drei Monate hin und her, On/Off, plötzlicher Kontaktabbruch vor allem nach Momenten intensiver Nähe. Wir wollten zueinander, konnten es aber nicht; der Schmerz war beiden Seiten zu groß. Am 18.10. (Gedenktag Lukas) beendete ich die Sache. Da überrollte mich die Dunkle Nacht der Seele endgültig; sie zog sich unaufhaltsam durch alle Lebensbereiche. Ich fiel in alte Muster zurück und wollte ein Jahr lang sterben. Ich konnte und wollte nicht ohne diesen Mann leben. Schlaflosigkeit, 24/7 dachte ich nur an ihn. Jeder Annäherungsversuch von mir seitdem blieb vergebens. Ich wurde vertröstet, dass ich mich später nochmal melden solle, das Telefon aufgelegt, sobald er hörte, dass ich dran bin usw. Zu dem Zeitpunkt war mir einfach nicht bewusst, dass ich aufgrund meiner eigenen Bedürftigkeit ihn gegenüber extrem übergriffig war und da vor flüchtete er die ganze Zeit, genau wie vor seiner tiefen Angst. Ich hing so sehr daran fest die Antwort im Außen zu bekommen, dass ich einfach blind war. Dort ist die Antwort niemals nie zu finden, jedoch unser Spiegel unser selbst, so lange bis wir nach uns schauen und in uns verändert, erkennen, fühlen und fließen lassen.
Ich drehte mein Leben von links nach rechts: In der Zeit kündigte ich drei Arbeitsverträge, zog von Frankfurt am Main zurück in meine Heimatstadt Kassel, wurde von einer absolut leidenschaftlichen Fleischfresserin zu Vegetarierin. Früher war mir ein fester Arbeitsvertrag im öffentlichen Dienst das Wichtigste; heute weiß ich, dass ich damit in einem Korsett hing und so ein fester Vertrag nichts mit Sicherheit und Freiheit zu tun hat. Ich war emotional abhängig und suchte im Außen immer nach Männern, in der Hoffnung, dass Mr. Right endlich kommt und mich rettet. Dann kam eine Phase der völligen rebellischen Unabhängigkeit, in der ich nicht mehr nach Männern suchte. Gleichzeitig wünschte ich mir innerlich immer noch, dass meine Dualseele endlich zu mir zurückkommt.
Am 18. Juni 2023 (Neumond Zwillinge) fiel ich gefühlt in eine zweite Dunkle Nacht der Seele. Ich musste meine Dualseele mit einer anderen Frau sehen, ein tiefer Schmerz zog sich durch meinen ganzen Körper. Demütigung, Wut und Traurigkeit durchströmten mein ganzes System. Ich wollte wieder sterben; ich weiß noch genau, wie ich mich mit meiner Hello-Kitty-Decke in den Wald legte und das Göttliche anflehte, mich zu holen. Doch sie taten es nicht, also machte ich einen Spaziergang. Und meine Dualseele war zum ersten Mal seit der Trennung bereit, mit mir zu reden, und bot mir sogar eine Freundschaft an. Ich habe es jedoch nicht gekonnt, die Verletzung war einfach zu tief, also rebellierte ich und schrieb ihm in einem Brief, was mein Ego davon hält, dass er eine andere Frau an seiner Seite hat. Mit dieser Wut kündigte ich meinen festen Arbeitsvertrag im öffentlichen Dienst voller Vertrauen und so entstand rosaRoserote Dualseele. Zu Allerseelen habe ich meine Freundin, die das umgedrehte Geburtsdatum meiner Dualseele hat, meinen Businessplan gegen lesen lassen und dreimal dürft ihr raten, wer zu diesem Zeitpunkt ins Café kam.
An Neumond am 12.12.2023 (Neumond Schütze) reichte ich meinen Businessplan zur Prüfung ein. Mein Sternzeichen ist Schütze, meine Liltih habe ich im Schützen und Uranus, Merkur und Neptun ebenfalls.
In 2024 begegnete ich ihm erneut mit einer anderen Frau am Dreifaltigkeitssonntag; diesmal war ich deutlich gefasster, obwohl ich spürte, dass es mit dieser Frau ernster war als mit der vorherigen. Danach sah ich ihn noch zweimal und dann ein ganzes Jahr lang gar nicht. Am 15. August 2025 (Maria Himmelfahrt) sah ich ihn auf einer Kirmes wieder; er war wieder mit einer völlig anderen Frau, bei der ich aber sofort spürte, dass sie nur eine gute Freundin ist.
Am 26. September 2025 (orthodoxer Gedenktag der heiligen Apostel Johannes) sah ich ihn höchstwahrscheinlich mit der gleichen Frau, mit der ich ihn 2024 gesehen hatte. Es würde bedeuten, dass er quasi schon fast zwei Jahre mit ihr zusammen ist. Ein Schmerz fuhr durch mich hindurch, doch fühlte es sich auch wie eine Lüge und eine Illusion an – vor allem wie eine tiefe Lüge mir selbst gegenüber. Tränen liefen mir herunter. Die Tage zuvor bekam ich bereits harte Trigger, die durch Mark und Bein gingen. Tief in mir spürte ich: Das ist nun der “Point of no Return”; die Universumsuhr hatte 13 geschlagen. Mein Ego schrie laut: Ich will keinen Mann, der mit anderen Frauen zusammen ist, und das auch noch so lange.
Tief im Herzen wusste ich jedoch, dass auch diese Frau eine Ablenkung von sich selbst ist und dort in einem Haben-Wollen festhängt. An Maria Himmelfahrt sah ich ihn noch mit Zigarette und Bier, während ich Churros mit Tri-Color-Schokolade rein mampfte. Also beide wunderbar im Suchtprogramm im Außen gefangen. Wobei selbst das völlig irrelevant ist und es um mich geht, darum das ich in der tiefe diesen alldurchdringenden Schmerz fühle.
In den letzten Jahren habe ich viel getan und bin durch Ängste und Gefühle gegangen. Ich war eine Woche im Kloster in der Stille, drei Tage in völliger Dunkelheit, und habe mich immer wieder mir selbst gestellt. Dabei habe ich jedoch nicht bemerkt, dass ich mir eine Art Pseudo-Frieden-Flower-Power-Welt erschaffen hatte, in der noch gewaltig brodelt. Auch er hat sich durch diese Frau vermutlich eine Art Pseudoliebe erschaffen.
Ich spüre, dass es nun an der Zeit ist, noch tiefer zu mir selbst zu gehen.
Es ist Zeit, nach Hause zu kommen, in mir selbst, mich tief zu berühren und zu lieben. Der erste Hardcore-Trigger vor zwei Wochen hat eine Art Retraumatisierung ausgelöst: Eine Person ist so stark über meine Grenzen gegangen und hat meine Wahrnehmung infrage gestellt, während sie ihre eigene über mich gestellt hat. Ich war wieder wie gelähmt und ließ mir das über drei Stunden gefallen, weil ich plötzlich in meinem alten Muster gefangen war. Doch im Grunde war es ein mega Geschenk, denn so konnte ich erkennen, dass ich in solchen Situationen perfekt beherrsche, mich einfach von mir selbst abzuschneiden.
Also spiele auch ich mir gegenüber perfekt Hollywood und Bollywood. Ich muss zugeben: Ich bin eine verdammt gute Schauspielerin, so gut, dass ich meine eigenen Sabotageprogramme nicht erkenne. Doch das kann ich nun nicht mehr ignorieren, da ich von Trigger und Zeichen vom Universum überhäuft werde. Mein Körper spricht mit mir: Anspannung im ganzen Körper, vor allem Kopf- und Nackenbereich. An manchen Tagen zuckt er sogar. Ich habe Angst, doch ich habe keine Wahl mehr: Mein Higher Self drückt sich unaufhaltsam durch.
Ich habe Angst, doch ich weiß, dass es Zeit ist noch tiefer mit mir in Verbindung zu gehen, meine Lebensfreude auf Maximum zu drehen. Wie Charlie Chaplin einst sagte, als ich lernte, mich selbst zu lieben (die Worte findest du im Netz), oder wie Nikola Tesla sagte: Wenn du das Geheimnis des Universums finden willst, denke in Begriffen von Energie, Frequenz und Schwingung.
Ich habe mein Leben von links nach rechts gedreht, ein gutes Mindset, Humor – doch meine Freude erreicht nur einen begrenzten Grad- ich halte mich selbst unbewusst in meiner Traumidentität fest. Ab jetzt will ich mein Leben in völliger, tantrischer, genussvoller Weise gestalten und noch tiefer mit mir selbst in Verbindung gehen. Aus dem Alleinsein wächst das Einssein. Tief in mir spüre ich, dass wir anderen Menschen wirklich nah sein können, nur wenn wir uns selbst ganz nahe sind und alles mit Liebe durchfluten. Schatten- und Lichtseiten. Es wird Zeit, mich dem Leben völlig zu überlassen, die Zügel loszulassen.
Doppelzahlen, Zeichen
Wir neigen dazu, äußere Zeichen – Doppelzahlen, Federn oder andere Symbole – als Bestätigung zu deuten, dass wir aufjeden Fall wieder mit ihm zusammen kommen. Das zeigt eine tiefe Abhängigkeit von Zeichen und dem Bedürfnis, unsere Identität zu sichern. Das Ego fürchtet den Verlust der Identität und das Alleinsein, doch hinter diesem Angstmotiv liegt oft der Wunsch nach wahrer Verbundenheit und Liebe.
Persönliche Eindrücke und Wendepunkte
Über Pfingsten 2023 durfte ich hinter die Kulisse blicken: Im Parimal sah ich plötzlich nur noch Schönheit, spürte eine tiefe Liebe zu allen Anwesenden und tanzte zum ersten Mal frei. Zwei male später erlebte ich ähnliches in der Natur – seitdem hat eine Birke in Kassel einen Knutschfleck von mir.
Und nun nochmal kurz zu den Daten die ich genannt habe, dies sind Hinweise für mich und meinen eigenen Weg
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Maria Magdalena – 22.07: Symbolisiert Weiblichkeit und Yin/Yang in uns; erinnert daran, unsere Urweiblichkeit zu erkennen und zu leben, da sie Lebensgefährtin Jesu war.
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8.8 – Löwenportal: Höchste Energiespitze des Portals, verbunden mit Sirius (spirituelle Sonne). Es geht darum, unser eigenes Strahlen zu entfalten und uns zum eigenen Leitstern zu machen.
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Maria Himmelfahrt – 15.08: Großer Frauentag; Fokus auf mütterliche Energie zu uns selbst und auf die Verbindung zur Weiblichkeit.
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Lukas – 18.10: Barmherzigkeit in Aktion beginnt bei uns selbst; liebende Nächstenliebe fließt zuerst zu uns selbst. Gerechtigkeit, Heilung, Vergebung
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26.09 Orthodoxer Gedenktag des heiligen Johannes ( Hinübergang) Die Liebe zu Gott steht im Johannes-Evangelium im Mittelpunkt. göttliche Tiefe, Licht, Wahrheit
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Neumond Zwillinge: Dieser Neumond hat mich an meinen im Mutterleib verstorbenen Zwilling erinnert- das erste Trauma in dieser Inkarnation
Während ich das hier schreibe, höre ich eine leise Stimme in mir:
„Wie kannst du dich Dualseelen- oder Seelenpartner-Coach nennen, wenn du gar nicht mit ihm in einer Beziehung bist?“ wobei ich natürlich weiß, dass es absoluter Bullshit ist und es hier erst mal nicht um eine Beziehung geht, sondern um uns selbst. Darum Yin und Yang in uns in den Einklang zu bringen und zu erkennen, dass alles was wir im Außen gesucht haben, nur in uns selbst zu finden ist.
Um uns und unsere weibliche Urkraft, darum das wir uns befreien und unsere Wahrhaftigkeit leben. Ob an Ende eine Partnerschaft auf Augenhöhe vorgesehen ist, hängt davon ab ob es in dieser Inkarnation vorgesehen ist oder ein anderer toller Partner kommt. Also an dieser Stelle willst du wirklich die ganze Zeit einem Mann hinterher laufen den du zu Quelle deines Glücks erkoren hast und an deiner Illusion festhalten? mache dir auch bewusst, dass wenn der andere es nicht möchte ganz klar eine Belästigung ist und nichts mit Liebe zu tun hat.
Mit der Liebe wird am meisten Geld verdient– warum? Weil wir uns im Grunde alle nach echter Verbindung sehnen, in den Medien bekommen wir ein Bild vermittelt wie Liebe zu sein. Wir müssen uns bewusst machen, dass gerade im Bereich Liebe viel Missbrauch betrieben wird – sei es unbewusst oder bewusst. Die Kasse klingelt.
Viele sind gar nicht mit ihrem Seelenpartner zusammen, geben es jedoch so an, weil es sich besser verkauft. Viele richten ihr Coaching darauf aus, die Menschen wieder mit ihrem Seelenpartner zusammenzubringen – weil damit der größte Schmerzpunkt und zugleich der größte Wunsch angesprochen wird: die äußere Vereinigung und da springt das brauchen/haben wollen System einfach an.
Doch in Wahrheit war da nie eine wirkliche Trennung. Wir dürfen erkennen, dass wir bereits vollständig sind. Es geht darum, diese Vollständigkeit in uns zu fühlen und zu verkörpern – und das Außen wird ganz von allein folgen. Wie Rumi so schön sagte „ deine Aufgabe ist es nicht, nach der Liebe zu suchen, sondern lediglich alle Barrieren in dir selbst zu suchen und zu finden, die du gegen sie aufgebaut hast“.
Mir selbst sind Wahrhaftigkeit und Authentizität wichtig.
Deshalb gibt es meine unverblümten „Nähkästchen-Stories“ – und deshalb sage ich euch auch offen und ehrlich, wo ich gerade selbst in meinem eigenen Prozess stehe.
P.S.: Am 26.09.2025 habe ich mir symbolisch das Buch „Reklamation beim Universum“ bestellt. Mal schauen, was es so mit sich bringt.
25.9.25 Dankbarkeit
Dualseelen Geburtswehen
Mabon, Tag – und Nachtgleiche

Weltkindertag/ Neumond Jungfrau
wie zwei kleine Kinder im Sandkasten
das Muster der emotionalen Abhängigkeit verändert sich
✨ Das Muster emotionaler Abhängigkeit verändert sich ✨
Früher suchte ich Bestätigung im Außen, vor allem bei Männern. Ich konnte nicht loslassen, weil mir die Nähe zu mir selbst fehlte – sie tat weh, weil ich sie nicht kannte.
Heute erkenne ich: Alles, was ich im Außen gefühlt habe, war ein Spiegel meiner eigenen Sehnsucht nach mir selbst. 🙏
Der wahre Weg führt nach innen. Keine Egospiele, kein Pseudo-Frieden – sondern echte, tiefe Verbindung mit mir. ❤️
Nur ich kann mir geben, wonach ich so lange gesucht habe.
Heute teile ich ganz unverblümt wie ich die unterschiedlichen Facetten von emotionaler Abhängigkeit und deren Auflösung während meines eigenen Prozesses erlebt habe…
In der Vergangenheit habe ich viel getan: Coachings, innere Arbeit, Konfrontation mit Ängsten und intensives Fühlen von Gefühlen. Bin dadurch einige intuitive Frau mit tiefen Vertrauen geworden und mein Mindset ist positiv. Doch habe ich nie verstanden, warum ich nicht loslassen konnte, obwohl ich ihn nicht mehr brauchte.
Die Antwort liegt in der tiefen Verbindung zu mir selbst. Die tiefe Nähe zu mir tut weh – weil ich sie nicht kenne. Nähe kannte ich nur zu anderen. Der Schmerz ist groß, und genau davor bin ich mein Leben lang davongelaufen.
Deshalb fühle ich auch Abgeschnittenheit und Ablehnung gegenüber meiner Dualseele, wenn er neben mir steht. Wir sind eine Seele in zwei Körpern. Alles, was ich für ihn fühle, sind im Grunde die Gefühle zu mir selbst.
Mein Leben lang war ich emotional abhängig. Erst jetzt wird mir das ganze Ausmaß dieser Abhängigkeit bewusst – und auch, wie sie sich verändert hat. Wenn die Egomasken fallen und das Bewusstsein wächst, ändern sich auch die Egospiele.
Emotionale Abhängigkeit – was bedeutet das eigentlich?
Ich hatte Angst vor Kritik, davor, dass mir jemand sagt, was ich zu tun oder zu lassen habe. Angst davor, dass jemand seine Gefühle und Gedanken über mich stülpt und mich bedrängt. Mir fehlte gesunde Bestätigung. Selten habe ich echtes Lob bekommen oder wurde einfach so akzeptiert, wie ich bin. Deshalb habe ich die Bestätigung im Außen gesucht – vor allem bei Männern – und damit versucht, meinen Selbstwert zu erhöhen.
Ich hatte große Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen, und habe Konflikte vermieden.
In Beziehungen zu Männern war ich jedoch oft dominant und habe mir nichts gefallen lassen. Bis ich auf meine Dualseele traf – und plötzlich so klein mit Hut war, wie ich es auch aus anderen Lebensbereichen kannte.
Ganz selten habe ich früher etwas gesagt – und wenn, dann nur mit all meinem Mut. Grundsätzlich hatte ich auch Angst, vor anderen zu weinen oder meine Gefühle zu zeigen.
Dahinter lag ein altes Muster: Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine. Ich achtete immer darauf, nicht übergriffig zu sein – und war in Wahrheit extrem übergriffig mir selbst gegenüber, weil ich mich übergangen habe.
Ich hatte Schwierigkeiten, „Nein“ zu sagen oder meine eigenen Bedürfnisse zu äußern. All das habe ich in meinem Prozess durchlaufen – doch der Spiegel blieb. Warum? Weil ich nie gelernt habe, in eine tiefe Beziehung zu mir selbst zu gehen. Momentan empfinde ich diese Nähe noch als Schmerz, weil sie mir unbekannt ist.
Mit einem Mann im Außen explodiert mein System, sobald ich intim werde – mit mir selbst jedoch nicht. Bei meiner Dualseele war es jedoch anders. Da gab es nie dieses Feuerwerk, wie ich es bei anderen Männern erlebt habe. Dennoch habe ich ihn tiefer und intensiver als jeden anderen Mann zuvor gefühlt. Es war, als würde ich ankommen. Durch ihn habe ich universelle Liebe gespürt.
Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Begegne ihnen wohlwollend und wertschätzend.
Alles im Leben ist ein Ausgleich von Geben und Nehmen. Also begann ich zu geben – ohne die Erwartung, dass etwas zurückkommt. Ich dachte, wenn ich viel gebe kommt es irgendwann zurück. Ich begann auf den Ausgleich von Karma zu achten, um ein guter Mensch zu sein.
Und dennoch floss nur selten etwas zurück.
Lange verstand ich nicht, warum das so war.
Heute weiß ich: Ich hatte mir eine Art Pseudo Frieden Flowerpowerwelt erschaffen und war im Grunde immer noch in meiner altbekannten Welt der emotionalen Abhängigkeit – nur auf eine andere Weise. Mein Bewusstseinslevel war zwar gewachsen, doch meine Egomasken haben sich einfach nur angepasst.
Mir wird heute klarer als je zuvor, dass die Tür wirklich nur von innen aufgeht. Das Außen ist und bleibt ein Spiegel unseres Selbst – und manchmal dauert es einfach, bis wir uns in diesem Spiegel erkennen.
Im Laufe des Prozesses erkennen wir, dass alles, was wir von ihm verlangt oder erwartet haben, im Grunde ein verzweifelter Hilferuf nach uns selbst ist – nach dem Wunsch, endlich gesehen, wahrgenommen und gehalten zu werden. Weil wir es als Kinder nie bekommen haben.
Doch wir müssen uns bewusst machen, dass wir inzwischen erwachsen sind und niemand außer uns selbst für unser Wohlergehen verantwortlich ist.
Wenn wir in eine tiefe Beziehung zu uns selbst gehen – und damit meine ich nicht nur, sich Blumen zu kaufen oder etwas Schönes zu kochen, auch wenn das ebenfalls wohltuend ist – dann geht es um die echte, tiefe Verbindung mit uns selbst.
Das bedeutet, uns selbst zu halten, uns liebevoll zu berühren, mit uns zu sein – ja, auch naggisch, so wie Gott uns geschaffen hat, und unsere Weiblichkeit in ihrer ganzen Natürlichkeit anzunehmen.
