Was möchte ins Gleichgewicht kommen?
Heiliges Kreuz, Jesus in Flammen, Dornenkrone auf der einen Seite und – auf der anderen Seite die Twin Flame aus dem Lilith Yin Yang Orakel.
Halte zunächst inne. Spüre in dich hinein und frage dich, was dieses Bild in dir auslöst und welche Botschaft es dir persönlich vermitteln möchte.
Am Anfang steht vielleicht ganz stark der Wunsch nach Beziehung: Ich möchte mit ihm zusammen sein. Er ist The One and Only. Der Fokus liegt auf ihm, auf der Verbindung, auf der Sehnsucht nach einer gemeinsamen Beziehung.
Doch irgendwann kann sich die Perspektive verändern.
Vielleicht erkennen wir, dass es gar nicht darum geht, unbedingt eine Beziehung mit diesem Menschen führen zu müssen.
Dass die eigentliche Aufgabe tiefer liegt: in der bedingungslosen Liebe.
Eine Liebe, die nicht an Raum, Zeit oder eine bestimmte Form gebunden ist. Eine Liebe, die nicht besitzen muss, um echt zu sein. Eine Liebe, die loslassen kann und trotzdem verbunden bleibt.
Die beiden Seiten der Waage können dabei für eine Ausgleichung in uns selbst stehen. Für die Vereinigung unserer eigenen Gegensätze – von Yin und Yang, von Licht und Schatten, von Schmerz und Liebe, von Loslassen und Festhalten.
Es geht letztlich darum, wieder unsere Verbindung zum Göttlichen zu erfahren. Zu unserem eigenen Sein. Zu unserer eigenen Essenz.
Das Bild erinnert damit auch an die Tarotkarte Gerechtigkeit: an Ausgleich, Wahrheit, innere Balance und die Verantwortung, die Dinge in ihrer ganzen Tiefe zu betrachten.
Im Tothttarot heisst sie Ausgleichung und auf der Waage liegen Alpa und Omega.
Was möchte diese Verbindung in mir ausgleichen, heilen und wieder ins Gleichgewicht bringen?
Und vielleicht liegt genau dort die eigentliche Bedeutung der Twin-Flame-Erfahrung: nicht darin, einen anderen Menschen zu unserem „One and Only“ zu machen, sondern darin, durch die Begegnung wieder vollständiger bei uns selbst anzukommen – und dadurch auch wieder eine tiefere Verbindung zum Göttlichen und zu unserer eigenen Essenz zu finden.

